For the Future of Farming
16-02-2018

Antibiotikareduzierung - bei der Aufzucht ansetzen!

Wussten Sie, dass der größte Anteil des gesamten Medikamenteneinsatz in der Schweinehaltung auf die Ferkelaufzucht fällt? Im besonderen Absetzferkel sind anfällig für Krankheiten. Doch sowohl die Richtlinien für den Einsatz von Antibiotika als auch Zinkoxid werden in Zukunft noch schärfer.

Eine gut durchdachte und konsequent angewendete Strategie kann einen wesentlichen Beitrag zur Tiergesundheit und Senkung des Medikamenteneinsatzes leisten. Wir haben einige Maßnahmen für Sie zusammengefasst.

Maßnahmen für eine gesündere Ferkelerzeugung

  • Kolostrumaufnahme: Versorgt das Ferkel mit Antikörpern und Energie. Die Konzentration der Immunglobuline im Kolostrum sinkt in den ersten Stunden stark ab. Eine schnelle und ausreichende Aufnahme ist daher entscheidend.
     
  • Geburtsprozess: Ein zügiger Verlauf der Geburten bildet das Fundament für eine schnelle und zügige Kolostrumaufnahme der Ferkel. Die Kotqualität und der Kotabsatz vor dem Abferkeln haben einen entscheidenden Einfluss auf den Geburtsverlauf. Mit dem Vorbereitungsfutter NOVA PreLak bereiten Sie Ihre Sauen optimal auf den Geburtsprozess vor.
Das Schweine-Innovations-Zentrum (VIC) Sterksel untersuchte im Infektionsmodell den Einfluss des Wurfausgleichs
  • Abferkel-Management: Nehmen Sie das Management im Abferkelstall kritisch unter die Lupe. Wie gehen Sie beispielsweise mit großen Würfen um? Das Risiko eines Krankheitsausbruches bei Absetzferkeln ist bei praktiziertem Wurfausgleich mehr als 70 % höher als bei Ferkeln, die an der Muttersau aufgezogen werden (siehe Infektionsmodell).
     
  • Milchversorgung: Stellen Sie eine ausreichende Milchversorgung der Ferkel in der Säugezeit sicher. Hierfür sorgen die perfekt aufeinander abgestimmten Futtersorten für die Trächtigkeit und Laktation des NOVA-Sauenfuttersortiments. Bieten Sie Ihren Ferkeln ab 12 Stunden nach der Geburt zusätzlich VIDA Milk und ab dem 3. Tag VIDA Prestarter an. So stellen Sie auch bei großen Würfen die optimale Ernährung Ihrer Ferkel sicher und können die Ferkel an der Muttersau aufziehen und beugen einem zu starken Absäugen der Sauen vor.
     
  • Beifüttern: Stimulieren Sie die Futteraufnahme bereits fünf Tage vor dem Absetzen. Durch Gabe des Absetzfutters VIDA Optima 1 kann sich das sensible Verdauungssystem langsam auf die Aufnahme von festem Futter vorbereiten. Ein gut entwickeltes Verdauungssystem bietet den besten Schutz vor Durchfällen und Infektionen.
     
  • Impfschema: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Das gilt auch für die Impfungen. Stimmen Sie sich mit Ihrem Tierarzt über das für Ihren Bestand optimale Impfschema ab.
     
  • Besatzdichte: Vermeiden Sie eine Überbelegung in den Aufzuchtbuchten. Ein zu geringes Platzangebot führt zu Stress bei den Tieren und kann die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen.
     
  • Klima: Ferkel reagieren empfindlich auf eine zu starke oder zu niedrige Lüftung. Das kann Ohrnekrose und oder Schwanzbeißen begünstigen. Ein zu kalter Abferkelstall  und/oder eine zu niedrige Bodentemperatur erhöhen das Risiko von Gesundheitsproblemen. Lassen Sie das Stallklima mindestens 1 Mal jährlich von einem Spezialisten überprüfen.
     
  • Wasserqualität: Eine der häufig unterschätzten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen im Ferkelstall ist eine schlechte Wasserqualität. Kontrollieren Sie die Wasserqualität mindestens 2 Mal jährlich und ergreifen Sie bei einer zu hohen Keimbelastung Maßnahmen.
     
  • Hygiene: Ein striktes Hygieneprotokoll bildet das Fundament für eine gesunde Aufzucht. Sorgen Sie für die Einhaltung der Maßnahmen und minimieren Sie die Eintragung von Erregern in den Stall und deren Verschleppung zwischen Abteilungen und Buchten.

 

Gemeinsam angehen!

Wir sind davon überzeugt, dass eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes nur in enger Zusammenarbeit zwischen dem Tierhalter, dem Tierarzt und und uns als Lieferant von Futterlösungen erfolgreich sein kann.

Daher veranstalten wir am 17. April unseren jährlichen VeterinaryDay Schwein zum Thema Antibotikareduzierung. Sprechen Sie Ihren Tierarzt oder ForFarmers-Berater darauf an.

 

Sie möchten mehr wissen?

Unsere Spezialberater Schwein beraten Sie gerne zu einer gesunden Ferkelerzeugung.

Kontaktieren Sie Ihren Spezialberater Schwein oder unseren Kundenservice

Kundenservice Nord: T +49 4447 808-65
Kundenservice Ost: T +49 33204 6332-111
Kundenservice West: T +49 (0)2857 41 100

 
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