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Welche Auswirkungen haben hohe Temperaturen auf das Schwein?

Tipps von Ihrem Berater Tipps von Ihrem Berater3-4-2020

Die immer heißeren Sommer bewirken einen Anstieg von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit im Abteil. Durch Fressen und Bewegung produziert ein Schwein zusätzliche Wärme. Das Schwein kann die Wärme bei hohen Temperaturen aber nicht abgeben. Dadurch kommt es zu Hitzestress, der sich negativ auf die Zunahmen der Schweine auswirkt.

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Schweine haben wenige Schweißdrüsen und können daher schlecht schwitzen

Schon ab einer Stalltemperatur von 21°C steigt die Atmungsfrequenz. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit ist es schwieriger, Wärme über die Atmung abzuleiten, da weniger Wasser (Atem) - also weniger Wärme - an die Luft abgegeben werden kann.

Hohe Temperaturen führen zu Verschmutzungen in den Buchten

Das Schwein sucht Abkühlung, indem es sich auf den Rost legt und auf den geschlossenen Boden uriniert beziehungsweise kotet, damit es sich darin wälzen kann. Kurzum: Hitzestress führt zu einer Verschmutzung der Bucht und dadurch zu einem höheren Ammoniakgehalt im Stall, mehr Arbeit mit der Reinigung und einer schlechteren Gesundheit.

Niedrigere Futteraufnahme und geringeres Wachstum bei Hitze

Hohe Temperaturen sorgen auch für einen Rückgang bei der Futteraufnahme. Die Folge ist ein verlangsamtes Wachstum. Die tägliche Zunahme von Mastschweinen kann im Sommer sogar um mehr als 100 Gramm pro Tag abnehmen. Untersuchungen zeigten, dass bei einem 60 kg schweren Mastschwein bei einer Temperatur von 25,5 °C und fünfzig Prozent Luftfeuchtigkeit die Futteraufnahme deutlich abnimmt.
Wenn die Temperatur noch weiter steigt, sinkt die Futteraufnahme um 100 Gramm je Grad Temperaturanstieg. Bei der höchsten gemessenen Temperatur (30,4 °C) sank die Futteraufnahme sogar um 500 Gramm. Bei einer Futterverwertung von 2,6 Punkten entspricht dies 190 Gramm täglicher Zunahme. Erhöht sich die Luftfeuchtigkeit von fünfzig auf achtzig Prozent, stellten die Wissenschaftler einen zusätzlichen Wachstumsrückgang von 91 Gramm pro Tag fest.

Dazu sei jedoch gesagt, dass diese Effekte in Klimazellen mit einer konstanten (hohen) Temperatur gemessen wurden. In der Praxis kann es zu einer Korrektur kommen, wenn die Temperatur im Stall in der Nacht absinkt.