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News und Tipps

Den Sauen auch mal auf die Klauen schauen!

Tipps von Ihrem Berater Tipps von Ihrem Berater3-6-2019

Wer sich schon einmal bei einer langen Wanderung Blasen an den Füßen gelaufen hat weiß, wie schmerzhaft das ist. Da fällt es leicht, sich vorzustellen, wie schmerzhaft infektiöse Klauenerkrankungen für unsere Sauen sein müssen. Klauen- und Fundamentschäden sowie Lahmheit zählen in der Sauenhaltung zu den häufigsten Abgangsursachen und beeinflussen das Betriebsergebnis. Grund genug, den Sauen auf die Klauen zu schauen!

Wir griffen das Thema während eines ForFarmers Ausbildungstags gemeinsam mit einem Tierarzt auf. Linus Beste, Spezialberater Schwein, hat die wichtigsten Risikofaktoren und Klauenprobleme für Sie zusammengefasst.

Linus Beste, Spezialberater Schwein

Quote
"Infektiöse Klauenerkrankungen sind schmerzhaft für das Tier und schlecht für das Betriebsergebnis. Es lohnt sich, den Sauen mal genauer auf die Klauen zu schauen!"

Risikofaktor Boden

  • Betonspalten mit zu großer Spaltenbreite
  • Unebenheiten
  • Glatt und nass

Risikofaktor Bucht und Sozialverhalten

  • Rangkämpfe
  • Mangelnde Ausweichmöglichkeiten
  • Zu rauer Liegebereich

Die wichtigsten Klauenprobleme

1

Stallklaue

Durch zu geringen Abrieb des Klauenhorns kommt es zu übermäßig wachsenden Klauen. Daraus folgt eine schnabelartige Verlängerung der Haupt- und Afterklauen. Welche zu Hornrissen, Brüchen und Lahmheit führen kann.

2

Probleme an den Afterklauen

Die Afterklauen werden bei unseren Haltungssystemen meist nur sehr gering abgenutzt. Je länger die Afterklaue wird, desto größer ist das Risiko, dass diese abreißt. Bleibt dieses unbemerkt, ist oft eine schmerzhafte Infektion die Folge.

3

Verletzungen der Hornwand

Die Hornwand ist vergleichbar mit dem menschlichen Finger-/Zehnagel. Die Belastung ist beim Schwein jedoch deutlich höher. Häufige Verletzungen sind Wandrisse, Lederhautblutungen und Wandhornabschürfungen. Häufig treten Sie aufgrund mechanischer Einwirkungen (Boden) auf.

4

Verletzungen des Kronsaums

Der Kronsaum ist vergleichbar mit dem menschlichem Nagelbett. Ist dieser verletzt kommt es zu einem Panaritium, dem infektiösen Anschwellen der Klauen.

5

Sohlen- und Ballendefekte

Ballenwucherungen, Risse im Ballen, Sohle und Weißer Linie treten durch eine zu starke Abnutzung der Klauen auf. Begünstigt werden diese durch feuchte Böden, nasses Stroh in Verbindung mit fester Fläche und zu rauen Böden.

Die Fütterung spielt mit!

Zwar zählen die Haltungsbedingungen zu den maßgeblichen Einflussfaktoren für die Klauengesundheit, aber auch durch die Fütterung spielt mit. Durch eine richtige Versorgung der Tiere mit den Mineralstoffen Biotin, Kupfer und Mangan können Sie Einfluss nehmen. Vorsicht ist allerdings bei zu hohen Biotingaben geboten. Sie können dazu führen, dass die Klauen sehr spröde und zu hart werden. Darum enthalten unsere NOVA-Sauenfutter einen ausgewogenen Mineralstoffgehalt für jede Phase des Produktionszyklus.

Mehr erfahren?

Nicht jede Klauenverletzung ist ein Bestandsproblem. Ist dies in Ihrem Betrieb der Fall?
Gerne unterstützen unsere Spezialberater Sie bei der Klauenbonitierung, sowie dem Erarbeiten möglicher Lösungsansätze.

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