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Absetzdurchfall vermeiden: So schaffen Sie optimale Bedingungen

Tipps von Ihrem Berater Tipps von Ihrem Berater6-7-2021
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Beim Absetzen wird man immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Absetzdurchfälle sind ein häufiges Problem und können zu Ferkelverlusten führen. Die Optimierung der Unterbringung und des Klimas kann unter anderem dazu beitragen, den Ferkeln einen guten Start zu verschaffen.

Wie vermeiden Sie Absetzdurchfall?

Absetzdurchfall ist ein häufig vorkommendes Problem bei frisch abgesetzten Ferkeln. Dieser wird verursacht, weil „schlechte“ Bakterien im Darm des Ferkels (z. B. E. coli-Bakterien) die Oberhand über die „guten“ Bakterien gewinnen. Bei der Geburt haben die Ferkel noch keine Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze im Darm. Die Ferkel bauen im Laufe ihres jungen Lebens langsam eine gesunde Darmflora - bzw. ein optimales Gleichgewicht zwischen vielen guten und wenig schlechten Mikroorganismen - auf. Dies ist für eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten (Resistenz) wichtig.

Bei unseren VIDA-Absetzfuttersorten konzentrieren wir uns unter anderem auf eine gesunde Darmentwicklung. Ein Ferkel mit einem guten Verdauungssystem, das in Stressmomenten einen geringen bis keinen Darmschaden davonträgt, profitiert den Rest seines Lebens davon. Die Verdauung des Futters und die Futterverwertung ist bis zum Ende der Mast besser. Bei einer gesunden Darmflora haben beispielsweise E. coli-Bakterien weniger Chancen sich anzusiedeln.

 

Unterbringung und Klima für Absetzferkel

Um den Ferkeln sofort einen guten Start zu verschaffen, sind unter anderem die folgenden Maßnahmen wichtig:

1

Der Ferkelstall ist sauber und trocken.

Weichen Sie einen verschmutzten Stall mit einem Schaumreiniger ein. Spritzen Sie anschließend den Ferkelaufzuchtstall gut sauber.

Achtung: Lassen Sie den Stall komplett trocknen, bevor Sie desinfizieren. Heizen Sie danach den Stall auf, sodass auch der Boden Einstalltemperatur erreicht. Achten Sie darauf, dass kein Desinfektionsmittel in Futter- oder Wassertrögen zurückbleibt.

2

Halten Sie die Würfe soweit wie möglich zusammen.

Der Wechsel in einen anderen Stall ist für die Ferkel ein großer Schritt. Werden die Würfe soweit wie möglich zusammengehalten, bleiben vertraute Stallgenossen beieinander und es finden weniger Rangordnungskämpfe statt.
Bei Würfen mit einer großen Varianz im Absetzgewicht wird empfohlen, die leichtesten Ferkel pro Wurf gemeinsam in einer separaten Bucht unterzubringen. Diesen leichteren Ferkeln füttern Sie länger Absetzfutter und bieten ihnen durch die Anbringung einer Wärmelampe zusätzliche Wärme.

3

Stallen Sie die Ferkel in einen warmen Stall mit gefüllten Futtertrögen ein.

Achten Sie darauf, dass der Aufzuchtstall gut temperiert ist, wenn die Ferkel eingestallt werden. Gehen Sie als Faustregel von einer Raumtemperatur von 30 °C aus. Bei einem Vollspaltenboden oder Gussrosten darf sie etwas höher sein als in Ställen mit einem Teilspaltenboden oder Kunststoffrosten. 

Abhängig von der Heizkapazität bedeutet dies, dass Sie ca. 12 Stunden vor dem Eintreffen der Ferkel mit dem Heizen beginnen müssen. Beginnen Sie früher, wenn es draußen sehr kalt ist, damit es angenehm und behaglich im Stall ist.
Achten Sie auch immer darauf, dass die Ferkel sofort beim Einstallen Futter in den Trögen haben. Ferkel sind neugierige Tiere. Wenn sie beim Erkunden ihres neuen Stalls sofort wissen, wo das Futter liegt, stimuliert dies eine schnelle Futteraufnahme. Außerdem sind es gerade abgesetzte Ferkel gewohnt, jede Stunde bei ihrer Mutter zu trinken. Vermeiden Sie deshalb, dass ihnen das Futter ausgeht.