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News und Tipps

Kokzidiose-Ausbrüchen vorbeugen

Sektor News Sektor News11-4-2018

Kokzidiose zählt zu einer der häufigsten Erkrankungen in der Geflügelhaltung. Sie schlägt mit biologischen und finanziellen Einbußen zu Buche. Doch was ist Kokzidiose, wie entsteht sie und wie erkennen Sie, dass Ihre Herde betroffen ist?

Afbeelding: ForFarmers_Kokzidiose-Ausbruechen vorbeugen

Kokzidiose-Erreger sind Darmparasiten, die schwerwiegende Darmentzündungen verursachen können. Die Oozysten sind äußerst widerstandsfähig und können auch noch nach Monaten Infektionen verursachen. Jede Herde durchläuft in der Regel eine Infektion mit unterschiedlichen Kokzidiose-Erregern. Erreger der "Eimeria Familie" herrschen bei Masthähnchen vor. Die höchste Infektionsrate herrscht, abhängig von der Rasse und dem Kokzidiose-Typ, in Woche 3,5 - 5,5. Ist diese überwunden, sind die Tiere für den Rest ihres Lebens immun.

Problem an der Wurzel packen

Ein zu hoher Kokzidiose-Druck wird häufig mit einer mangelnden Hygiene in Verbindung gebracht. Die gründliche Reinigung und Desinfektion der Ställe zählt zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Vor allem schwer zugängliche Stellen wie Nähte und Spalten sollten besonders gründlich behandelt werden. Aber auch der Aufbau eventueller Resistenzen gegen Anticox-Mittel sollte beachtet werden. Bei langem Einsatz eines Mittels kann die Wirksamkeit herabgesetzt werden und im schlimmsten Fall Resistenzen aufbauen. Beraten Sie sich daher immer mit Ihrem Tierarzt und Futterspezialisten, welches Programm die höchste Sicherheit bietet.

Neben der Hygiene spielen auch weitere Management-Faktoren eine wichtige Rolle. Wie empfindlich das Tier auf die Darmschmarotzer reagiert, wird auch durch seine Abwehrkräfte bestimmt. Stressfaktoren, wie Klimaprobleme, Futterstörungen (lange Nüchternheit) oder Virusinfektionen schwächen das Immunsystem. So haben Kokzidiose-, aber auch andere Erreger, freies Spiel. Versuchen Sie daher, Stressmomente in Ihrer Herde zu vermeiden.

Wie erkennen Sie einen Kokzidiose-Ausbruch?

Kokzidiose wird häufig als „der schleichender Tod“ bezeichnet, denn die Symptome lassen sich manchmal schwer erkennen. Zu den wichtigsten Symptomen zählen das Scharren im Futter, ein struppiges Federkleid, ein bleicher Kopf und die vermehrte Neigung zu Gruppenverhalten. Der Kot weist in einigen Fällen eine futterähnliche Farbe auf und kann Blutspuren oder Schleim enthalten. Zudem verschiebt sich das Wasser-Futterverhältnis aufgrund der stagnierenden Futteraufnahme.

Was sind die Folgen?

Die Folgen hängen von dem Ausmaß und dem Erregertyp ab. Der größte Schaden wird an der Darmwand angerichtet. Sie wird für Proteine durchlässig, die wiederum eine Nährquelle für Clostridien bilden. Bei schwerem Befall (E.maxima) kommt es zu Darmentzündungen, die einen Energieverlust des Tieres zur Folge haben. In allen Fällen verschlechtert sich die Futtereffizienz und kann die Verlustrate ansteigen. Auch die Einstreu wird in Mitleidenschaft gezogen, was sich wiederum negativ auf das Wohlbefinden der Tiere auswirkt (Fußballen, Kotflecken und Hautentzündungen).

Wie können Sie vorbeugen?

Ein gutes Management hilft, Problemen vorzubeugen. Vermeiden Sie unnötigen Stress bei den Tieren durch die richtigen Klimaeinstellungen und eine ausreichende und gute Versorgung der Tiere mit Wasser und Futter. Aber vergessen Sie nicht, dass ein erfolgreicher Ansatz mit der strikten Einhaltung von Hygienemaßnahmen steht und fällt.

Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie die Tiere in der dritten und vierten Lebenswoche von einem Tierarzt untersuchen. Hierdurch erhalten Sie einen guten Einblick über den Gesundheitszustand Ihrer Tiere. Beraten Sie sich auch mit unseren Spezialberatern. Sie haben ein geschultes und wachsames Auge für die Gesundheit Ihrer Tiere und unterstützen Sie gerne.