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News und Tipps

Hohe Verwürfe? Wir haben uns zwei Ursachen herausgepickt.

Wussten Sie, dass ...? Wussten Sie, dass ...?11-4-2018

Die Qualität der Küken ist gut, das Einstallen ist perfekt verlaufen, und auch an der Futter- und Wasseraufnahme gab es nichts auszusetzen. Dennoch war die Verwurfrate Ihres letzten Durchgangs zu hoch? Wir haben für Sie zwei entscheidende Verwurfsursachen herausgepickt und sie einmal näher betrachtet.

Afbeelding: Hohe Verwürfe

Tiefe Dermatitis - Stress vermeiden

Die "tiefe Dermatitis" zählt zu einer der häufigsten Verwurfsursachen bei der Schlachtung. Ihren Anfang nimmt die tiefe Dermatitis durch Hautverletzungen, die durch Kralleneinwirkungen anderer Tiere, aber auch durch Bepicken, Federfressen oder Kannibalismus entstehen. Eine der Grundvoraussetzungen für die Vermeidung sind gesunde und ruhige Tiere sowie die Vermeidung von Stress. 

  • Setzen Sie das Futterprogramm  maximal 2,5 Stunden aus.
  • Lassen Sie den Airmaster schon im Alter von 14 Tagen anlaufen. So gewöhnen sich die Tiere schnell daran.
  • Lange Dunkelphasen können zum Drängeln der Tiere an Tränke und Fütterung führen. Verkürzen Sie daher die Dunkelphase.
  • Senken Sie die Lichtintensität beim Stalldurchgang.
  • Führen Sie die Stalldurchgänge immer zur gleichen Zeit durch. Wählen Sie dabei stets die gleichen Laufwege und behalten Sie eine Richtung bei.
  • Lassen Sie die Sprühkühlung in den Sommermonaten das erste Mal im Dunkeln laufen. So können sich die Tiere langsam daran gewöhnen.

Bauchwassersucht - die richtige Lüftung kann Abhilfe schaffen

Für das Auftreten von Bauchwassersucht (Aszites-Syndrom) wird neben der genetischen Veranlagung vor allem Sauerstoffmangel verantwortlich gemacht. Der Sauerstoffbedarf des Masthuhns steigt mit dem Muskelwachstum an. Ist eine ausreichende Versorgung nicht sichergestellt, kann dies zur Schädigung des Herzmuskels, zu Leberstauungen und Wasseransammlung in der Bauchhöhle führen.

  • Kontrollieren Sie die Klimaeinstellungen regelmäßig
  • Passen sie Belüftung dem Gewicht der Tiere an
  • Behalten Sie den C02-Gehalt im Auge. Dieser sollte 3.000 ppm nicht übersteigen. Verlassen sie sich dabei nicht ausschließlich auf Ihren Klimacomputer, sondern überprüfen Sie  auch den CO2-Gehalt auf Tierhöhe.

Konsequent selektieren

Eine homogene Herde bedeutet Ruhe im Stall. Bleiben Tiere in Ihrer Entwicklung zurück, kann dies negative Auswirkungen auf die gesamte Herde haben. Selektieren Sie daher unterentwickelte Tiere von Anfang an konsequent aus.

Schlachtdaten analysieren

Eine Analyse der Schlachtdaten kann wertvolle Informationen bieten.
Gerne erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen einen Plan zur Senkung Ihrer Verwurfsraten.