For the Future of Farming
02-12-2016

Gute Futterhygiene zahlt sich in barer Münze aus

Die Annahme und Lagerung von Futterkomponenten sind ein wichtiger Aspekt auf Ihrem Betrieb. Durch die Schaffung möglichst optimaler Lagerbedingungen können Sie Verluste vermeiden. Denn wussten Sie, dass der Verlust von 1 % Trockensubstanz (TS) bei einem eingestellten TS-Gehalt von 25 % einen relativen Verlust von 4 % bedeutet? Hierdurch verschlechtert sich die Futterverwertung von 2,5 auf 2,6, was sich in höheren Futterkosten von gut 2 Euro pro abgeliefertem Schwein niederschlägt!


Mit diesen Tipps können Sie Verluste bei der Annahme und Lagerung von Nebenprodukten und Rohwaren vermeiden:

  1. Bestimmen Sie bei Erhalt der neuen Lieferung den pH-Wert und TS-Gehalt der Nebenprodukte. Beurteilen Sie außerdem den Geruch und Geschmack der Proben. Geruchs- und Geschmacksabweichungen sowie ein schnelles Aufquellen der Probebehälter sind erste Anzeichen für einen Gärprozess.
  2. Ein regelmäßiges und vollständiges Leeren der Rohwaren-Silos kann das Wachstum von Schimmelpilzen verhindern. Die zusätzliche Behandlung der Silos mit einem Propshot empfiehlt sich gerade in den warmen Sommermonaten. Das gilt vor allem für Silos, die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Hierdurch erhöht sich das Risiko von Kondensatbildung an der Innenseite der Silos und begünstigt so das Pilz- und Schimmelwachstum.
  3. Risiko-Produkte wie Bierhefe sollten standardmäßig angesäuert werden. Auch Futtermischungen mit Brot oder zuckerhaltigen Produkten sind besonders zu beachten.
  4. Produkte wie Pommes frites, Brot, Keksmehl etc. sollten am besten direkt in der Vormischung verarbeitet werden. Sie können aber auch innen gelagert oder einsiliert/abgedeckt werden. Wichtig ist, dass der Kontakt zu Licht und Sonne verhindert wird, damit sie nicht gären. Eine zügige Verfütterung dieser Produkte ist wichtig.
  5. Bestehende Lagerpartien sollten nicht umgelagert werden (z.B. CCM), da hierdurch Sauerstoff zugeführt wird. Dies kann den Gärungsprozess begünstigen.
  6. Eine gute Belüftung des Lagers ist wichtig, um Feuchtigkeit und Wärme abzuführen. Ein feucht-warmes Klima fördert das Pilz- und Bakterienwachstum.
  7. Rührwerke sind vorzugsweise mit einem Ring (anstelle von Paddeln) auszustatten. Hierdurch wird das Einschlagen von Luft, und damit das Gärrisiko, begrenzt. Reduzieren Sie Rührvorgänge auf das erforderliche Minimum. Natürlich muss das Produkt vor dem Einmischen umgerührt werden, um die Homogenität zu gewährleisten.
  8. Verwenden Sie einen zusätzlichen Silo/Lager als Wechsellager, um so die vollständige Leerung sicherzustellen und Keim-Impfung der neuen Produkte zu vermeiden. Eine Alternative bietet das Ansäuern der gelagerten Restmengen.

 

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