For the Future of Farming
30-10-2017

Mit dem richtigen Maß messen

Afbeelding: ForFarmers_NutriFerment_Fermentation risikolos testen

Die Dosierung des Futters wird meistens durch das Ablesen der Wiegestäbe in der Futterküche bestimmt. Doch viele Schweinehalter wissen nicht, welche Menge Breifutter in der Futterwaage exakt angesetzt wird. Joost Leijten, unabhängiger Experte für Flüssigfütterungsanlagen, klärt über die Hintergründe, Risiken und Verbesserungsansätze auf.

Die Breimenge, die angerührt wird, hängt von der Marke der Flüssigfütterungsanlage ab. Allgemein kann angenommen werden, dass sich die folgende Menge Brei in der Wiegeeinheit befindet:

  1. Nullpunkt: die Menge Brei, die in der Wiegeeinheit zurückbleibt, wenn das Gewicht der Futterwaage auf 0 kg steht.
  2. Überschuss kg: die Menge Brei, die zusätzlich angerührt wird, um beim Ausgeben nicht zu wenig Futter zu haben.
  3. Extra Futtermenge: die Menge Brei, die extra angerührt und hinter die „Futtersäule“ gepumpt wird, um auch an den letzten Futterventilen die gewünschte Ausgabe erreichen zu können, ohne dass Steuerflüssigkeit in die Tröge gelangt.
  4. Futterbedarf: die Breimenge, die angemischt und auch tatsächlich in den Trögen ausgegeben wird (Ventildaten / Futterkurve).

In der Praxis zeigt sich, dass die Werte manchmal zu hoch eingestellt sind. Das führt zu einer relativ hohen Durchmischung der verschiedenen Rationen.

Ein Rechenexempel vom Experten

Ein Nullpunkt von 80 kg und Überschuss von 40 kg bedeutet, dass sich ständig 120 kg Futter in der Wiegeeinheit befinden. Bei einer Mischungsmenge von 600 kg Brei ist dies mit einer kontinuierlichen Vermischung von 20 % gleichzusetzen.

Um diesen Anteil zu verringern, empfiehlt Joost Leijten, die Einstellungen kritisch zu überprüfen. Dabei müssen zahlreiche Punkte berücksichtigt werden. Nur wenn die Einstellungen korrekt sind, können die Futtermischungen - und somit die Nährstoffe - gut auf den Bedarf der einzelnen Tierkategorien abgestimmt werden. Durch exaktes Dosieren kann zudem das Übertragungsrisiko von Hefen gesenkt werden. Denn wenn stets neues Futter auf altem Futter angemischt wird, bilden sich ideale Wachstumsbedingungen für Hefen.
Ein Entleeren der Wiegeeinheit nach jedem Mischvorgang ist wohl die beste Option, wird aber in der Praxis nicht häufig angewendet.

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