For the Future of Farming
02-12-2016

Erhöhte Mykotoxinbelastung Ernte 2016 - proaktiv gegensteuern

Die Ernte 2016 weist eine deutlich höhere Mykotoxinbelastung auf. Betroffen sind vor allem Sojaschalen, Mais und Weizen bestimmter Herkunftsregionen. Zu den am häufigsten vorkommenden Mykotoxinen zählen DON (Deoxynivalenol), ZEA (Zearalenon), Aflatoxine und Mutterkorn.

DON und ZEA entstehen als Stoffwechselprodukte des Fusariumpilzes. Dieser Schimmelpilz wächst bei feucht-kaltem Wetter bereits mit dem Getreide auf dem Feld heran. Frost begünstigt die Toxinbildung. Die zu Anfang des Sommers vorherrschende feucht-kalte Witterung hat zu höheren DON- und ZEA-Werten geführt. Eine gute Lagerung des Getreides nach der Ernte kann zum Absterben der Fusarien führen. Die Toxine bleiben jedoch erhalten!


Auf die Herkunft achten
Gerste der Ernte 2016 zeigt niedrige DON- (<100 ppb) und ZEA-Werte (<25 ppb). Weizen hingegen lässt große „Ausreißer" bei DON erkennen, die sogar Werte von 4.000 - 5.000 ppb erreichen. Im Durchschnitt weist Weizen einen Wert von 500 ppb DON und niedrige ZEA-Werte (>25 ppb) auf. Zu den risikoreicheren Herkunftsgebieten zählen Nordfrankreich und Süddeutschland. Deshalb ist es wichtig, die Herkunft von Weizen zu kennen und die Einmischrate entsprechend auf maximal 35 % zu begrenzen. Triticale zeigen ein vergleichbares Bild.

Sojaschalen aus Argentinien weisen durch die feuchten Wetterbedingungen in diesem Jahr deutlich erhöhte ZEA-Werte auf. Daher empfiehlt es sich, kein Soja in das Aufzuchtfutter einzumischen. Da Sojaschalen auch in Sojaschrot eingemischt werden, besteht bei argentinischem Soja auch hier ein erhöhtes Risiko für erhöhte ZEA-Werte.

Aflatoxine werden von Schimmelpilzen produziert, die Wärme und Feuchtigkeit lieben. Sie kommen sowohl im Boden als auch in den Rohwaren vor und sind vor allem in Mais und Nüssen anzutreffen. Wir begegnen diesen Toxinen, aufgrund des eher kalten Klimas, normalerweise nicht in Produkten heimischer Herkunft. Allerdings weist die diesjährige Maisernte in einigen Regionen wie Ost-Europa erhöhte Aflatoxinwerte auf. Daher ist es auch hier wichtig, die Herkunft zu kennen.

Mutterkorn im Roggen zeigt sich durch längliche, schwarze „Körner“, die sich zwischen den Roggenkörnern befinden. Bei diesem schwarzen Korn handelt es sich um eine Ansammlung von Fäden des Schimmelpilzes. Die Roggenernte 2016 zeichnet sich allgemein durch einen niedrigen Mykotoxingehalt aus. Eine Ausnahme bildet ein regionaler „Ausreißer" mit DON Werten von >1.000 ppb.


Diese Symptome Ihrer Schweine können auf eine erhöhte Mykotoxinbelastung hinweisen:

 

  Symptome

  DON

  • Geringere Futteraufnahme und Zunahmen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Bei sehr hoher Belastung (>15.000 ppb) kann es zu Erbrechen kommen

  ZEA

  • Vaginale und rektale Vorfälle
  • Schwache Ferkel bei der Geburt
  • Schlechte Rausche oder Ausbleiben der Rausche
  • Gerötete Zitzen und Scheiden

  Aflatoxine

  • Akut: Totalausfälle, Durchfall, geringere Blutgerinnung, Störungen des Nervensystems
  • Chronisch: schlechtere Futterverwertung und Futteraufnahme, geringere Milchproduktion

  Mutterkorn

  • Schlechte oder keine Gesäugeentwicklung
  • Kleine Würfe, kürzere Trächtigkeit, mehr Umrauscher
  • Gelber, wässriger Durchfall bei Ferkeln

 

Steuern Sie proaktiv gegen!

ForFarmers bietet ihren Kunden eine kostenlose Analyse der Rohwaren an. So können Sie Verluste durch erhöhte Mykotoxinbelastungen vermeiden.Sprechen Sie Ihren ForFarmers-Berater an oder senden Sie uns das Kontaktformular.

 

 

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